• KRANKHEITSBILDER

    in der Augenheilkunde

Allgemeine Augenheilkunde:

Ihre Augengesundheit im Mittelpunkt

Ein klarer Blick auf das Leben ist durch nichts zu ersetzten. Um Ihr gutes Sehvermögen so lang es geht zu erhalten, empfehlen wir Ihnen regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen in unserer Privatpraxis im Fürstlichen Schloss. Im Falle einer Erkrankung können wir diese rechtzeitig erkennen und reagieren.

Das Sehvermögen verändert sich bei jedem Menschen im Laufe seines Lebens. Egal, in welchem Lebensabschnitt Sie sich befinden gilt: je früher wir auftretende Erkrankungen und Sehstörungen erkennen, desto besser ist die Prognose.

Die häufigste Ursache für unscharfes Sehen ist das Vorliegen einer unkorrigierte Fehlsichtigkeit, also einer Kurz-, Weit- und/oder einer Stabsichtigkeit. Um für Sie die beste Korrektur zu finden, bieten wir Ihnen in unserer Praxis einen Sehtest mit anschließender Brillenglasbestimmung an. Reicht eine Sehhilfe nicht aus, um ein unscharfes Sehen zu beheben oder wurde eine Erkrankung Ihrer Augen diagnostiziert, ist in manchen Fällen eine Operation notwendig. Nach einer sorgfältigen Anamnese, einer gründlichen Untersuchung und Diagnostik entscheiden wir gemeinsam mit Ihnen, welches Operationsverfahren für Sie in Frage kommt.

Krankheitsbilder in der Augenheilkunde

  1. Glaukom (Grüner Star)
  2. Katarakt (Grauer Star)
  3. Altersbedingte Makuladegeneration (AMD)
  4. Makulaforamen
  5. Epiretinale Gliose

Häufigste Ursache mit

ca. 50 %

für Erblindungen der über 65-Jährigen

Krankheitsbilder in der Augenheilkunde:

1. Katarakt (Grauer Star)

„Nach der Kataraktoperation sind die Farben intensiver geworden, und ich habe das Gefühl, hochauflösend und klarer zu sehen. Dank der Operation hat sich meine Sicht auf die Dinge verändert: die Farben, das Licht, die Details… alles, und auch der Komfort, keine Brille tragen zu müssen.“

Ein Grauer Star bedeutet, dass man wie durch ein beschlagenes Glas sieht: Die Farben verblassen, die Kontraste werden schwächer, und die Sehschärfe ist stark eingeschränkt. Für ältere Menschen bedeutet dies ein Sicherheitsproblem: Autofahren, Treppensteigen, das Auffinden kleiner Dinge kann schwieriger und damit gefährlicher sein. Die Linsen der meisten Menschen werden mit zunehmendem Alter von Natur aus etwas trüb.

Da sich ein grauer Star langsam entwickeln, ist eine Operation möglicherweise nicht sofort erforderlich. Aber wenn Ihre Fähigkeit zu Lesen, Auto zu fahren oder andere normale Aktivitäten auszuführen, beeinträchtigt ist, ist eine Kataraktoperation wahrscheinlich die bestmögliche Lösung.

Weltweit betroffen:

ca. 80 Millionen

Häufigste Ursache einer irreversiblen Erblindung

2. Glaukom (Grüner Star)

„Menschen, die die Diagnose Glaukom bekommen, würde ich mit auf den Weg geben, möglichst gelassen zu bleiben. Die heutige Medizin bietet Einiges. Wenn ein Glaukom frühzeitig erkannt wird, gibt es oft gute Möglichkeiten, das Gesichtsfeld stabil zu halten und eine Erblindung zu vermeiden.“

Das Glaukom (Grüner Star) ist eine chronische Erkrankung. Sie verursacht eine fortschreitende und irreversible Schädigung des Sehnervs. Dieser ist der Schlüssel zum Sehen, denn über ihn werden die von der Netzhaut aufgenommenen Bilder an das Gehirn weitergeleitet. Unbehandelt führt das Glaukom zu schweren Sehstörungen. Das Glaukom ist eine gefährliche Krankheit, da es keine Frühsymptome gibt und die Schädigung des Sehnervs zunächst unbemerkt erfolgt: Die ersten Sehveränderungen treten auf, wenn bereits etwa 30 % der Sehnervenfasern geschädigt sind. Erst dann wird sich der Patient seiner Sehschwierigkeiten bewusst, z.B. dass er seitlich liegende Gegenstände nicht wahrnehmen oder nicht mehr gut lesen kann.

Die wichtigsten Informationen für den Arzt sind die Messung des Augendrucks und die Untersuchung des Sehnervenkopfes, die routinemäßig bei der Augenuntersuchung durchgeführt wird: Je höher der Druck, desto größer ist das Risiko eines Glaukoms.

Die Behandlung des Glaukoms besteht im Wesentlichen in der Senkung des Augeninnendrucks, was vor allem durch die Verabreichung von Augentropfen erreicht wird. Erst wenn diese nicht mehr ausreichen, werden Laserbehandlungen oder Operationen eingesetzt.


Wie lässt sich ein Glaukom verhindern?

Der Schlüssel zur Verhinderung der irreversiblen Schäden, die das Glaukom am Sehnerv verursacht, ist die frühzeitige Diagnose der Krankheit. Dies ist die Voraussetzung um ein Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern. Es wird daher empfohlen sich ab dem 45. Lebensjahr alle zwei Jahre augenärztlich untersuchen zu lassen. Ab diesem Alter nimmt die Häufigkeit des Glaukoms zu.


Regelmäßige Kontrolluntersuchungen

Jährliche Kontrolluntersuchungen werden für Menschen mit einem der folgenden Risikofaktoren empfohlen:

  • Ab dem 60. Lebensjahr
  • Familienanamnese von Glaukom
  • Höhere Kurz- oder Weitsichtigkeit
  • Beim Vorliegen anderer Augenkrankheiten, wie Netzhauterkrankungen, Regenbogenhautentzündungen  etc.
  • Nach einer Augenverletzung

Häufigste Ursache für eine irreversible Erblindung

ab 65 Jahren

Raucher haben ein 5-fach erhöhtes Erkrankungsrisiko

3. Altersbedingte Makuladegeneration (AMD)

„Lassen Sie mögliche Ängste vor der Behandlung gedanklich außen vor und fokussieren Sie sich auf die erwünschte Wirkung der Therapie. Sie kann Ihnen helfen, Ihre Sehkraft zu bewahren und im Alltag selbstständig zu bleiben. Sich mit den Augen orientieren zu können, zu lesen und Freunde und Familie zu sehen bedeutet ein großes Stück Lebensqualität.“

Die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist eine degenerative Erkrankung der Makula oder der Stelle des schärftsten Sehens der Netzhaut. Sie ist in den Industrieländern die häufigste Erblindungsursache bei Menschen über 65 Jahren. Bei der AMD handelt es ich um eine Erkrankung des retinalen Pigmentepithels, einer Zellschicht die für die Versorgung der empfindlichen Photorezeptoren der Netzhaut verantwortlich ist.  Wenn diese Schicht nicht mehr richtig funktioniert, kommt es zu einem allmählichen Verlust des zentralen Gesichtsfeldes und des Detailsehens.


Es gibt zwei Formen der AMD, wobei zu berücksichtigen ist, dass die trockene Form in eine feuchte Form übergehen kann:

Trockene oder atrophische AMD
Sie ist die am weitesten verbreitete Form (etwa 85 % der Fälle) und zeichnet sich in der Regel durch eine langsame und fortschreitende Entwicklung aus. Es kommt zu einer zunehmenden Ansammlung von Abbauprodukten (Drusen) und zu einem langsamen Verlust des retinalen Pigmentepithels im Makulabereich (geographische Atrophie).

Feuchte oder exsudative AMD
Obwohl seltener, schreitet sie schneller voran und hat normalerweise eine schlechtere visuelle Prognose. Bei dieser Form der AMD wächst eine Gefäßmembran unter der Netzhaut bestehend aus abnormalen und sehr fragilen Blutgefäßen, die bluten können und Flüssigkeit austreten lassen, wodurch das Sehvermögen schnell schlechter wird und Verzerrungen im zentralen Gesichtsfeld auftreten können.


Intravitreale Injektionen:
Bei der feuchten altersbedingten Makuladegeneration werden spezielle Medikamente (Anti-VEGF Antikörper) durch Einspritzung in den Glaskörperraum verabreicht. Die Medikamente sind jeweils etwas unterschiedlich in ihrer gezielten Wirkung. Die Injektion erfolgt in einer sterilen Umgebung nach örtlicher Betäubung mit Augentropfen. Dadurch ist die Behandlung weitgehend schmerzfrei. Die Therapie wird in Zyklen durchgeführt. Die Häufigkeit der notwendigen Injektionen, die anfangs in der Regel monatlich erfolgen, richtet sich nach der Krankheitsaktivität.

4. Makulaforamen – Loch in der Netzhautmitte

Was ist ein Makulaforamen?
Ein Makulaforamen ist ein kleines, kreisrundes Loch in der Mitte der Netzhaut, in der sogenannten Makula – dem Punkt des schärfsten Sehens. Diese Erkrankung betrifft vor allem Menschen ab dem mittleren Lebensalter und führt unbehandelt zu einem erheblichen Sehverlust im zentralen Gesichtsfeld.

Symptome:

  • Verschwommenes oder verzerrtes Sehen (Metamorphopsien)
  • Schwierigkeiten beim Lesen oder Erkennen von Gesichtern

Diagnostik:

  • Netzhautuntersuchung mit OCT (optische Kohärenztomographie) zur exakten Darstellung des Makulaforamens

Behandlung:
Die einzige wirksame Therapie ist die operative Entfernung des Glaskörpers (Vitrektomie) mit gleichzeitiger Entfernung der inneren Grenzmembran (ILM-Peeling). Anschließend wird das Auge mit einem Gas gefüllt, das die Lochränder zusammendrückt.

Nachsorge:

  • Postoperative Lagerung (Bauchlage) über mehrere Tage ist oft nötig
  • Das Sehen verbessert sich in der Regel schrittweise über Wochen bis Monate

Makulaforamen (OCT Aufnahme)

Makulaforamen nach erfolgreicher Operation (OCT Aufnahme)

5. Epiretinale Gliose – Zellmembran auf der Netzhaut

Was ist eine epiretinale Gliose?
Hierbei handelt es sich um eine feine Membran (eine Art „Häutchen“), die sich auf der Makula bildet und die Netzhaut verzerrt. Diese Veränderung entsteht meist altersbedingt oder nach Netzhautlöchern, Entzündungen, Glaskörperabhebungen oder Netzhautablösungen.

Symptome:

  • Verzerrtes Sehen („krumme Linien“)
  • Verschlechterung der Lesefähigkeit
  • Unschärfe im zentralen Gesichtsfeld

Diagnostik:

  • OCT-Untersuchung (optische Schichtaufnahme der Netzhaut)
  • Sehtests zur Bestimmung der funktionellen Einschränkung

Behandlung:
Bei stärkeren Beschwerden wird die Membran im Rahmen einer Pars-plana-Vitrektomie chirurgisch entfernt (Membranpeeling). Der Eingriff ist mikrochirurgisch und sicher.

Nachsorge:

  • Besserung tritt meist allmählich über mehrere Wochen ein
  • Tropftherapie für einige Wochen

Epiretinale Gliose (OCT Aufnahme)

Makula nach operativer Entfernung der Gliose (OCT Aufnahme)

Augenärzte im Schloss

Privatpraxis für Augenheilkunde

Emmeramsplatz 7
93047 Regensburg

team@augenaerzte-im-schloss.de

Sprechzeiten:
Montag – Donnerstag: 08.00 – 12.00  |  14.00 – 17.00 Uhr
Freitag: 08.00 – 12.00 Uhr
nach Terminvereinbarung

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Innenhof des Schlosses Schloss Thurn und Taxis / St. Emmeram mit Brunnen und historischen Statuen.

Schloss Thurn und Taxis / St. Emmeram

Priv.-Doz. Dr. Wolfgang Herrmann wurde erneut mehrfach von FOCUS als Top-Mediziner ausgezeichnet.

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